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Scale Bauberichte

 

 




SG 38 Oldtimer vom Markus im Massstab 1:2 - 2003


M = Markus, U = Urs

U: Hallo Markus! Wie bist Du dazu gekommen, einen Zögling im Massstab 1:2 nachzubauen?

M: SG 38 hat mir immer schon gut gefallen. Aber Achtung! Der Zögling und die SG 38 sind nicht das Gleiche. Der Unterschied ist, dass der Zögling Baujahr 1929 hat und die SG 38 Baujahr 1938. Es sind kleine Bauunterschiede, so zum Beispiel hat die SG 38 40cm mehr Spannweite.

Die SG 38 hat mit dem Ursprung der Fliegerei zu tun, sie war der erste Flieger, der sich auch Private leisten konnten. Es war ein geringer Bauaufwand nötig. Man hat früher immer komplette Pläne bekommen, aber nie den Typ eigentlich fertiggestellt kaufen können.


U: Welche Masse hat überhaupt Dein Modell?

M: Der Massstab 1:2 ergibt eine Spannweite von 5.2 Meter, dabei ist die Flügeltiefe 80 cm, die Länge über alles ist ca. 3.5 Meter. Mein Modell hat ein Gewicht von 19.5 kg. Ich habe das Originalprofil verwendet.


U: Was hast Du getan, um die Stabilität Deines Modells sicherzustellen?

M: Das Original hat zwei Holme pro Flügel, einen in der Nasenleiste und den zweiten weiter hinten. Das Original hat eine stehende 1.5mm Sperr-holzplatte, links und rechts davon sind Kiefern-leisten von 15 x 8 mm, mehr nicht! Die Torsion und Verwindung wird nur durch die Seil-verspannung stabilisiert. Ich habe diese Holme einfach im Massstab verkleinert nachgebaut.


U: Gib mir ein paar Daten zum Holzverbrauch.

M: Dadurch, dass ich alle Rippen wie das Original gebaut habe (alle in einer Nagellehre), verbrauchte ich 450 Meter 3x5mm Kiefernleisten!!! 3.5 m2 0.6mm Sperrholz und 18m2 Folie.


U: Kannst Du Dir vorstellen, Dein Modell auch mal am Schalmi auf dem Hahnenmoos zu fliegen?

M: Reizen würde mich das sicher, so auf der Augenhöhe vor sich zu fliegen. Doch ich will zuerst die Leistung vom Modell kennen lernen, bevor ich kläglich am Schalmi absaufe! Da stehen einem die ca. 1000 Arbeitsstunden zu hart im Nacken.


U: Wie und wo fliegst Du Deine SG 38?

M: Da der Aufbauaufwand sehr gross ist, immer ca. 1 Stunde, fliege ich mein Modell hauptsächlich an Flugtagen, die zwei Tage gehen und ich die Chance hab, das Modell zusammengestellt über Nacht zu versorgen.


U: Welchen Tipp hast Du an Deine Fliegerkameraden, die ein solches Projekt in Angriff nehmen wollen?

M: Man darf sicher nicht zuviel von den Flugleistungen erwarten. Man darf nicht enttäuscht sein, wenn man trotz 400 Meter Höhe mit einer Volte schon wieder am Boden ist. Trotzdem hatte ich auch schon einen schönen Thermikflug. Die SG 38 ist als Scalemaschine sehr einfach zu bauen. Das Aufwendigste war, alle Flügelrippen in der Nagellehre zu bauen.


U: Hast Du schon Pläne für ein neues Projekt?

M: Ja! Ich habe wieder einen neuen Exoten, den ich bauen möchte. Ein Typ, der sehr selten als Modell nachgebaut wurde, aber noch nie in dem Massstab 1:2. Wenn alles klappt fliegt dieses Modell im Frühling 2005. Noch bin ich in der Vorbereitungsphase. Suche nach Plänen, die müssen dann umkopiert werden und ich fotografiere noch Details am Original.


U: Besten Dank für das Interview und viel Vergnügen mit Deinen faszinierenden Oldtimern.

M. Danke! Ich hoffe, dass in Zukunft auch andere IGG Mitglieder, die schon an so einen Nachbau gedacht haben, den Mut finden ihr Projekt auch zu verwirklichen (Markus Frey).

SG 38 über Müswangen from Markus Frey on Vimeo.


 

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